05.08.2020

Auf zu neuen Wänden


Vor sechs Jahren haben wir das Anthony Yeboah Haus gestaltet. Seitdem sind viele andere aufsehenerregende Bilder auf Frankfurter Fassaden entstanden. Jetzt ist es auch für uns Zeit wieder aktiv zu werden. Wir sind auf der Suche nach einer Hauswand auf der wir ein Graffiti gestalten können, das sich sowohl auf die Eintracht, als auch auf das Engagement für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft bezieht. Trotz der alles durchdringenden Präsenz von sozialen Netzwerken sind greifbare plakative Botschaften so wichtig wie eh und je. Nicht umsonst ist die Eintracht mit dem Schriftzug #blacklivesmatter auf der Trikotbrust ins diesjährige DFB-Pokalhalbfinale gegen Bayern München gestartet.

Als wir 2014 das Anthony Yeboah Haus gestaltet haben, war nicht damit zu rechnen, damit etwas derart Nachhaltiges zu schaffen. Das Wandbild ist nicht nur weit über Frankfurt hinaus bekannt, es findet seitdem auch immer wieder seinen Platz in den Medien.  Beispielsweise erschien in der britischen Zeitung The Guardian unlängst ein Interview mit Jürgen Klopp. Hauptsächlich ging es um ein Buch über die Geschichte afrikanischer Spieler in Europa. Kaum verwunderlich, dass in diesem Kontext der Name Anthony Yeboah fiel. Dabei wurde Yeboahs Engagement gegen die seinerzeit fast allgegenwärtigen rassistischen Beleidigungen in den Stadien viel Platz eingeräumt. Auch das Yeboah Haus wurde mit folgenden Worten erwähnt. In 2014, a wall painting of Yeboah was unveiled on the side of a house in Frankfurt near Eintracht’s stadium with the message in German: "We are ashamed of everybody who screams against us.” It was taken from an open letter the Ghana international had written 24 years earlier, also signed by fellow professionals Anthony Baffoe and Souleyman Sané, the father of the future Manchester City forward Leroy, to protest against racism.

Seit einiger Zeit verschönern zwei weitere riesige Wandgemälde mit Fußballbezug das Frankfurter Stadtbild. In einem Kommentar auf hessenschau.de heißt es dazu: Yeboah als Zeichen gegen Rassismus in Niederrad, der Pokal als Symbol für die magische Nacht von Berlin im Westend, Körbel als Erinnerung an den UEFA-Cup-Sieg und Vereinstreue in Bockenheim. Drei Motive, drei Ausflugsmöglichkeiten.

Es ist an der Zeit, ein neues Kunstwerk dem Ensemble Frankfurter Wandbilder hinzuzufügen. Und zwar eines das Sport und menschliche Werte miteinander verbindet. Bitte kontaktiert uns, wenn Ihr von einer passenden Hausfassade wisst, oder vielleicht sogar eine zur Verfügung stellen könnt. Sobald wir eine geeignete Fläche finden, stimmen wir unsere Gestaltungsidee mit den Eigentümern des Hauses ab. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass wir das Projekt aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln umsetzen können.

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